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Marc trifft die bunten Kugeln ins ZielMenschen im Landkreis:
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FREIAMT. Der 18-jährige Marc Giesin aus Freiamt-Mußbach gehört zu den besten Billard-Spielern der Jugendklasse in Europa. Bei den Europameisterschaften der Jugend mit 120 Teilnehmern aus 23 Nationen in Willingen (Sauerland) belegte er ausgezeichnete Plätze. Als Einzelspieler wurde Giesin Fünfter, im Team mit Steffen Schmidt und Stefan Glaser vom Pool-Billard-Club Herbolzheim erreichten die jungen Männer mit "Bronze" einen Platz auf dem Siegertreppchen. Dabei ist diese Sportart mit besonders vielen Vorurteilen behaftet. Meist stehen Billardtische laut Image in verräucherten, schummrigen Hinterzimmern von Kneipen oder in Spielsalons zwischen "einarmigen Banditen".
Bei Turnieren sind die Akteure manchmal zwölf Stunden und noch länger auf den Beinen. "Ich bin nach einem Turnier total erledigt", sagt Marc Giesin. Bei einer kleinen Lektion über den Billardsport erläutert er, dass es sich dabei um drei verschiedene Disziplinen handelt. In 9-Ball, 8-Ball und 14/1 Endlos wird jeweils um Meisterehren gespielt. Während der Turniere herrscht eine strenge Kleiderordnung. Schwarze Schuhe, eine schwarze Stoffhose (Jeans sind verboten) und ein weil3es Hemd oder das Vereinstrikot tragen die Spieler während der Wettkämpfe. Ein striktes Rauchverbot am Wettkampfort ist selbstverständlich. Der Weg zu den Europameisterschaften begann für Giesin vor sechs Jahren mit der Teilnahme an Kreiswettbewerben. Es folgten rasch Spitzenergebnisse bei den Landesmeisterschaften und deutschen Titelkämpfen. Beinahe hätte der 18-Jährige auch bei den Weltmeisterschaften teilgenommen. Die Qualifikation hat er nur hauchdünn verpasst.
Nach vier Jahren Spielzeit tritt der Schüler jetzt für etwa ein Jahr etwas
kürzer. Eine gute Abiturnote im nächsten Sommer hält er für wichtiger. Was
er nach seiner Zivildienstzeit anstrebt, bleibt noch offen. Foto und Text: Dieter Erggelet |
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