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Bundeshauptversammlung des DTTB - 10.06.01Sätze bis 11 ab dem 01.08.01
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| Einstimmiges Votum der Verbände:
Ab 1. August wird überall bis 11 gespielt
Titisee. Ein Satz endet ab dem 1. August 2001 ohne Ausnahme für sämtliche Spielklassen im Bereich des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) bereits nach 11 statt wie bisher nach 21 Gewinnpunkten. Sämtliche Spiele werden künftig grundsätzlich im Dreisatzsieg ausgetragen, mit Ausnahme der Einzelkonkurrenzen, die auf nationaler und regionaler Ebene der Damen- und Herren immer im Viersatzsieg, in den Bereichen darunter wahlweise im Drei- oder Viersatzsieg ausgetragen werden. So lauten die einstimmigen Beschlüsse der 34. Bundeshauptversammlung (BHV) des DTTB, die am Wochenende in Titisee-Neustadt für die einheitliche Umsetzung der Ende April in Osaka getroffenen Entscheidung des Weltverbandes ITTF votierte. Die Festlegung der Modalitäten zur Einführung der neuen Zählweise auf nationaler Ebene standen im Mittelpunkt der Vollversammlung, bei der die turnusgemäßen Neuwahlen das Präsidium mit überwältigender Mehrheit bestätigten und nur auf einer Position veränderten: Für den auf eigenen Wunsch ausgeschiedenen Vizepräsidenten Jugend, Dieter Steffen (Lohne), rückt Heike Ahlert (Schleswig) in die Führungsmannschaft des achtgrößten deutschen Sportverbandes nach. Beeindruckend war das einstimmige Votum aller 240 Stimmen, mit der die Delegierten der 20 Regional- und Mitgliedsverbände des DTTB dem Antrag des Präsidiums zur Einführung der neuen Zählweise folgte. Nach einer emotionalen, aber stets sachlichen Diskussion übten die Mitgliedsverbände einträchtig den Schulterschluss mit dem Präsidium. Claus Wagner, Präsident des bayerischen Verbandes, sprach den meisten seiner Amtskollegen aus dem Herzen: "Natürlich haben wir auch ein wenig Bauchschmerzen bei diesem Beschluss, weil wir um die Kritik eines Teils der Basis wissen. Aber wir sind gehalten, die neue ITTF-Regel umzusetzen. Dies muss Seite an Seite mit dem Präsidium geschehen, und es ist wichtig, dass der gesamte DTTB dabei Einigkeit demonstriert. Bei einer Verschiebung des Einführungsdatums stünden wir in zwölf Monaten vor der gleichen Diskussion." In der konstruktiven Arbeitsatmosphäre von Titisee kamen nahezu sämtliche Entscheidungen einstimmig oder mit großer Mehrheit zustande. Die BHV beschloss die Einführung der ebenfalls in Osaka vom Weltverband festgelegten neuen Aufschlagregel bundesweit zum 1. Juli 2002 und votierte für die Einrichtung eines ständigen Senioren-Ausschusses. Die 1. Bundesliga der Herren wird auf Antrag der Lizenzliga zur neuen Saison die erst vor Jahresfrist abgeschaffte Play-off-Runde wieder einführen und erreichte in Titisee-Neustadt auch mit den Stimmen des Präsidiums eine weitere Liberalisierung der Werbebestimmungen: So wird die Werbefläche auf der Vorderseite des Hemdes auf 600 qcm verdreifacht und auf den Schulterbereich ausgedehnt, auf dem Rücken darf die Fläche mit 400 qcm künftig doppelt so groß sein wie bisher. Vizepräsident Eberhard Schöler will sich zudem beim Weltverband für eine Vergrößerung der Werbeflächen im Sinne der Bundesliga einsetzen: "Ich sehe gute Chancen, dass die ITTF 2002 in Zagreb einer Erweiterung, wie wir sie heute für den nationalen Bereich beschlossen haben, zustimmen wird." Bestätigt wurden von der Versammlung Arnold Beginn (Jülich) als Vorsitzender des Liga-Ausschusses und Holger Krützfeldt (Lübecker) als Vertreter der Damen-Bundesliga. Eineinhalb Jahre nach seinem Amtsantritt skizzierte DTTB-Präsident Walter Gründahl in Titisee deutlich die Ziele, die sich das Präsidium des 700.000-Mitglieder-Verbandes mittelfristig gesetzt hat: "Wir müssen an der Mitgliederentwicklung arbeiten, Service und Kommunikation sollen verbessert und die Öffentlichkeitsarbeit noch intensiver ausgebaut werden - das Internet wird dabei eine zentrale Rolle spielen. Ausserdem sind wir dabei, unsere Veranstaltungskonzeption zu überdenken. Den Sponsoren müssen wir mehr Plattformen bieten." Der Rechtsanwalt und Notar aus Kiel richtete dabei einen Appell an die Verbände: "Das A und O für gezielte Massnahmen ist die Kommunikation mit den Vereinen und mit den Spielern, also mit Ihren direkten Mitgliedern. Helfen Sie uns bei der Verwirklichung dieser Ziele." Auch die Zukunftsperspektiven der Nationalmannschaften vergaß Gründahl bei seinen programmatischen Aussagen nicht: "Bei den Damen ist der Neuaufbau einer starken Mannschaft das langfristige Ziel; die Herren sollten ihre Chance nutzen, in Europa mittelfristig die Nummer 1 zu werden." Quelle: Presse zur 34. Bundeshauptversammlung des DTTB |
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