Gehe, Winter, bitte sehr.
Lieber Frühling, komm du her!
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Grüne Bäume, grüne Wiesen,
Vögel zwitschern, es wird warm.
Weiße Blüten, erste Blumen,
Ringelreihen Arm in Arm. |
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Aber:
Kaltes Wasser, noch nicht baden.
Schule sitzen, oh, herrje!
Aprilwetter, Sonne, Regen,
Wind und Hagel, Sturm und Schnee. |
Gehe, Frühling, bitte sehr.
Lieber Sommer, komm du her!
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Warmes Wetter, baden, schwimmen,
Speiseeis und braun gebrannt.
Im Zelt wohnen, barfuß laufen,
Ferienreise, heißer Sand.
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Aber:
Schwüle, Schweiß und schwarze Wolken,
Blitz und Donnerhall.
Hitze, Durst und Bienenstiche,
Mückenschwärme überall. |
Gehe, Sommer, bitte sehr.
Lieber Herbst, komm du her!
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Bunte Bäume, blauer Himmel,
rote Äpfel, Blätterreigen.
Gelbe Birnen, goldne Sonne.
Lagerfeuer, Drachen steigen.
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Aber:
Vögel ziehen, grauer Himmel,
Blätter fallen und viel Regen.
Tage kürzer, es wird kälter,
Bodenfrost und Stürme fegen. |
Gehe, Herbst, bitte sehr.
Lieber Winter, komm du
her!
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Schlittschuh laufen, Schlitten rodeln,
Schi-Abfahrt und Schnellballschlacht.
Tiere füttern, warme Stuben,
Christkind, Neujahr, Fasenacht.
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Aber:
Beine brechen, nasse Kleider,
grippekrank und Vögel weg.
Tiere frieren, hungern, leiden,
Bäume kahl, kein grüner Fleck. |
Gehe, Winter, bitte sehr.
Lieber Frühling, komm
du her!
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Alfons Schweiggert
Aus: "Seht, wie die
Zeit vergeht" - Kalenderbuch für Kinder, Beltz Verlag, Weinheim und
Basel 1976 |
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